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  • Kulturwandel: 7 Fragen für den perfekten Start
November 30, 2021
Strassenschild

Am Anfang war die Geschichte. Die Change Story oder die Veränderungsgeschichte, sprich, wieso machen wir das ganze? Das ist ganz essenziell bei einem Kulturwandel. Das mache ich lange bevor ich den Projektplan erstelle, den Umfang festlege, usw. 

Warum wollen oder müssen wir uns verändern?

Diese Frage ist essenziell. Was ist der Grund, was ist der Anlass für den Wandel? Wir machen keine Veränderung der Veränderung wegen. Wir brauchen hier was Belastbares, damit die Beteiligten sich darauf einlassen können und darauf vertrauen. 

Beispielsweise kann es sein, dass unser Geschäft stark rückläufig ist oder es ist uns sogar ganz eingebrochen. Es gibt einen Grund, warum wir uns bewegen sollten. 

Was ist das Ziel der Veränderung, des Kulturwandels? 

Wohin geht unsere Reise, was wird dadurch besser? Dabei ist auch zu  klären, was neu ist und was bleibt. Das schafft Vertrauen. Hiermit erstellen wir das Zielbild der Veränderung. 

Warum machen wir es so?

Hier beantworten wir die Frage nach dem Wie, immer so weit wir es können. Welche Struktur haben wir gewählt und wie ist die Aufgabenzuordnung.

Wie passt diese Veränderung in die gesamte Strategie?

Das ist nicht nur wichtig für die Argumentationslinie. Sondern Menschen wollen dem, was sie erleben, Bedeutung geben. Wenn wir gut erklären können, wie sich dieser Kulturwandel in das Dreieck Strategie, Struktur und Kultur einfügt, dann können die Beteiligten den Kulturwandel verorten. Umgekehrt nützt die beste Strategie nichts, wenn sie nicht mit der Unternehmenskultur in Einklang steht. Wir betrachten immer das Dreieck Strategie, Struktur und Kultur zusammen. Ein Kulturwandel wird dann nachhaltig wirksam, wenn wir diesen zur Strategie abstimmen und in der Struktur der Organisation verankern. 

Welche Vorteile entstehen durch den Kulturwandel für den Einzelnen? 

Damit unsere Change-Story bei den Beteiligten ankommt, gilt es explizit zu machen, welche Vorteile für den Einzelnen entstehen. Diese kann ich je nach Zielgruppe einzeln auflisten. Wenn es keine Vorteile für den Einzelnen gibt, wieso sollten die Menschen sich für diesen Kulturwandel engagieren? 

Gibt es Nachteile? Wenn ja, dann gilt es diese zu benennen, wobei wir auf Positiv-Botschaften achten. Menschen haben ein sehr gutes Gespür dafür, was wird gesagt und was wird nicht gesagt. Wenn mir die Nachteile heute bereits bekannt sind, ist es hilfreich zu sagen, wie diese abgemildert werden. 

Was passiert wann und was als Nächstes?

Im Groben und nicht im Feinen gilt es ganz einfach zu benennen, was passiert wann und als Nächstes. In Change Projekten ist vieles oft vage und der größte Fehler ist, gar nicht zu kommunizieren, weil noch nicht alles klar ist. Bis dann alles klar ist, ist die Kommunikation als Flurfunk passiert und hat oft nichts mit dem zu tun, was beabsichtigt war. Auch die kleinen Schritte oder Informationen darüber, wann die Beteiligten wieder von dem Kulturwandel hören, sind hilfreich. 

Einladung zum Dialog oder zur Partizipation

Das Engagement der Beteiligten macht einen erfolgreichen Kulturwandel aus. Es gilt, die Beteiligten dazu zu motivieren, mitzumachen. Kommunikation ist keine Einbahnstraße und es wird allen helfen, wenn wir den Dialog initiieren oder zumindest anbieten. 

 

Diese sieben Fragen machen eine gute Change-Story/Veränderungsgeschichte aus. Wenn ich diese Fragen klar und in wenigen Sätzen beantworten kann, habe ich das Fundament für einen erfolgreichen Kulturwandel gelegt. Jetzt kann ich beginnen, den Kulturwandel zu planen, zu initiieren, zu strukturieren – was auch immer ansteht. 

 

Auch in diesem Falle schiebt sich der Weg unter die Füße (frei nach Martin Walser zitiert). ​​Möchtest du aktuell eine Kulturtransformation starten? Nach nur einer Beratungsstunde weißt du, was deine Next Steps in den Bereichen Corporate Culture, Leadership und Change sind.

 

Ich möchte einen GoldWERTEN Impuls!

 

Dr. Andrea Maria Bokler

Über die Autorin

Ich unterstütze Führungskräfte und Entscheider dabei, wertebasiert in die Zukunft zu denken und in ihrem eigenen Leben und Unternehmen stärker wirksam zu werden.

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