Feedback ist eines der mächtigsten Tools im Führungskontext – doch es wird oft unterschätzt. Viele Führungskräfte geben regelmäßig Rückmeldungen, erhalten aber selbst kaum welche. Das 360° Leadership Feedback bietet eine einzigartige Möglichkeit, umfassendes Feedback von Vorgesetzten, Mitarbeitenden, Peers und sogar externen Stakeholdern einzuholen. Doch wie kann dieses Feedback echte Veränderung bewirken?
Sam Kurath, Unternehmer und Gründer, teilt seine Erfahrungen mit dem 360° Leadership Feedback und erzählt, wie diese Methode seine Perspektive als Führungskraft verändert hat.
Was ist ein 360° Leadership Feedback?
Das 360° Leadership Feedback ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem Feedback von verschiedenen Personen aus dem Umfeld einer Führungskraft eingeholt wird. Dazu gehören:
- Mitarbeiter:innen
- Peers/Kolleg:innen
- Vorgesetzte
- Kund:innen oder externe Partner:innen
Der Prozess gliedert sich in drei Hauptbereiche:
- Führungswerte Feedback-Geber bewerten die wahrgenommenen Werte der Führungskraft und geben Anregungen, welche Werte sie sich stärker wünscht.
- Führungsqualitäten Eine Selbsteinschätzung der Führungskraft wird mit der Einschätzung der Feedback-Geber zu 18 wichtigen Führungsqualitäten verglichen.
- Freies Feedback Hier können Feedback-Geber ohne Einschränkungen ihre Gedanken und Beobachtungen teilen.
Das Ziel ist es, blinde Flecken aufzudecken, Perspektiven zu erweitern und einen klaren Plan für die persönliche Weiterentwicklung zu erstellen.
Sam Kuraths beeindruckende Reise mit 360° Feedback
Vor acht Jahren entschied sich Sam Kurath, im Rahmen einer Ausbildung zum werteorientierten Führen, ein solches Feedback durchzuführen. Mit 39 Feedback-Gebern, darunter Mitarbeitende, Geschäftspartner:innen und sogar sein eigener Vater, erhielt er einen reichen Pool an Eindrücken.
Doch welche Erkenntnisse hat ihn besonders berührt?
Das Besondere an seinem Feedback-Prozess
Sam beschreibt den Prozess als Herausforderung und Bereicherung zugleich. Besonders einzigartig war die Breite der Feedback-Geber. „Ich habe bewusst auch schwierige Beziehungen einbezogen, um ein vollständiges Bild zu erhalten“, erklärt er. Diese Offenheit gab ihm die Chance, Schwächen zu erkennen und Stärken besser zu verstehen.
Überraschende Erkenntnisse
Ein zentraler Punkt seines Feedbacks war der Umgang mit seiner Ungeduld. „Ich wusste, dass ich oft schnell vorwärtsgehen möchte, aber mir war nicht bewusst, welche Auswirkungen das auf andere hat“, erzählt Sam. Diese Rückmeldung hat ihn dazu inspiriert, bewusster in Beziehungen zu gehen und Empathie in den Mittelpunkt zu stellen.
Eine weitere überraschende Erkenntnis kam aus den freien Feedbacks: Seine Offenheit für neue Ideen, ein Wert, der von fast der Hälfte seiner Feedback-Geber hervorgehoben wurde. „Für mich ist das etwas Natürliches, aber es zu hören, war eine schöne Bestätigung“, erklärt er.
Langfristige Veränderungen
Auch acht Jahre später wirken die Erkenntnisse nach. „Ich habe gelernt, mich viel bewusster in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Perspektive besser zu verstehen“, sagt Sam. Diese Veränderung hat nicht nur seine Führungsqualitäten, sondern auch seine zwischenmenschlichen Beziehungen gestärkt.
Der gemeinsame Nenner aus dem Feedback
Für Sam war das Feedback nicht nur eine Reflexion über seine Führungsqualitäten, sondern auch über seine persönliche Entwicklung. „Am Ende hat sich gezeigt, dass Authentizität und eine positive Grundhaltung der Schlüssel für meine Führungsweise sind“, fasst er zusammen.
Außerdem führte der Feedback-Prozess zu intensiveren Beziehungen. „Der Austausch mit Feedback-Gebern hat fast magisch Nähe geschaffen, wo vorher Distanz war. Das war ein überraschender und wertvoller Bonus des Prozesses“, erzählt Sam.
Tipps für Führungskräfte, die über ein 360° Feedback nachdenken
Zum Abschluss teilt Sam wertvolle Tipps für Führungskräfte, die sich mit dem Gedanken tragen, ein 360° Feedback durchzuführen:
- Offenheit Gehen Sie mit der Bereitschaft in den Prozess, wirklich zuzuhören und zu lernen. Feedback ist ein Geschenk!
- Vielfalt der Feedback-Geber Beziehen Sie Menschen aus unterschiedlichen Kontexten ein – Mitarbeitende, Geschäftspartner, vielleicht sogar Kund:innen.
- Darüber sprechen Teilen Sie Ihre Ergebnisse mit Ihrem Team und bitten Sie um Input, wie Sie sich weiterentwickeln können.
Zusammenfassend sagt Sam: „360° Feedback ist ein Werkzeug, das nicht nur Führungskräfte, sondern auch den Menschen dahinter weiterentwickelt.“
Dein nächster Schritt:
Interessiert daran, wie ein 360° Leadership Feedback Ihre Führungsqualitäten auf das nächste Level heben kann? Inspirierende Erkenntnisse wie die von Sam zeigen, wie wertvoll dieses Tool für Ihre persönliche und professionelle Weiterentwicklung sein kann.
Kontaktiere mich, um mehr über den Prozess zu erfahren und ein Feedback für dich oder Dein Team zu starten!
Sam Kurath | Mentor & Investor | https://www.linkedin.com/in/samkurath/
Financial Tools for GenZ & GenA: Empowering Young People, Fostering Partnerships, Driving Innovation | Founder of STUcard, Stu & MoneyHaxx Seit über 20 Jahren ist er leidenschaftlich in der Welt des Marketings und der FinTech-Branche tätig, mit einem klaren Fokus auf die junge Generation und deren Bedürfnisse. Mein größtes berufliches Engagement widmet er der STUcard (neu Stu).Ein weiteres Interview mit Sam Kurath zu „Über das Streben nach dem Sinn der Arbeit“ kannst du hier lesen.


