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  • Ich habe an einer Newsletter-Challenge teilgenommen – das sind meine Learnings
Aktualisiert am: 30. Januar 2026
Veröffentlicht am: 30. Januar 2026
Frau am Schreibtisch

13 Newsletter in 14 Tagen.

Als ich mich für die Newsletter-Challenge von Tim Gelhausen angemeldet habe, dachte ich: 10 Newsletter, das schaffe ich. Am Ende waren es 13, locker, leicht, ohne Stress. Und ich habe mehr gelernt als nur Newsletter zu schreiben.

 Warum ich überhaupt mitgemacht habe

Ich schreibe seit Jahren Blogs, über 300 Stück inzwischen. Newsletter? Ich versuche es wöchentlich, aber eine Routine, eine echte Schreibpraxis für Newsletter, die fehlte.

Also habe ich mich angemeldet. 14 Tage, 14 Newsletter. Klingt nach viel, ist es auch. Aber genau darum ging es: Dranbleiben, Routine entwickeln, rausfinden, was funktioniert.

Was ich gelernt habe, hat wenig mit Newslettern zu tun und alles mit Klarheit, Führung und dem, was wirklich zählt.

 Learning 1: Routine schlägt Motivation

Ich kenne das schon vom Bloggen. Routine ist der Schlüssel. Aber die Challenge hat es mir noch einmal neu bewusst gemacht: Du brauchst keine Motivation, du brauchst eine Struktur.

Jeden Morgen habe ich geschrieben. Nicht, weil ich inspiriert war oder ein grandioses Thema hatte, sondern weil es auf meiner Liste stand. Schreiben, jeden Tag, Punkt.

Und weißt du, was passiert, wenn du das machst? Du kommst ins Schreiben. Die Geschichten werden sichtbar, überall. Plötzlich siehst du in einem Gespräch eine Story, in einer Alltagsszene eine Pointe, in einem Gedanken eine Erkenntnis, weil dein Hirn auf „Schreiben“ programmiert ist.

Das ist keine Magie. Das ist Übung.

Und genau das sage ich meinen Klientinnen auch immer wieder: Klarheit entsteht nicht durch einen Workshop, sondern durch tägliche Praxis. Wertearbeit ist keine Einmal-Sache, sie ist eine Routine.

 Learning 2: Create before Consume

Während der Challenge bin ich auf einen Podcast von Walter Epp gestoßen, der von den 3 Cs spricht: Create, Connect, Consume. Erst erschaffen, dann in Verbindung gehen, dann konsumieren. Klingt logisch, oder?

Aber wer macht das wirklich?

Die meisten von uns starten den Tag mit E-Mails, mit Nachrichten, mit LinkedIn, mit Input. Und dann ist der Kopf schon voll, die Energie weg, das Createn verschoben auf „später“. Spoiler: Später kommt selten.

Ich habe in der Challenge angefangen, meinen Tag anders zu strukturieren: Erst schreiben, dann Sport, dann Input. Und es macht einen Unterschied, nicht nur für die Newsletter, sondern für alles. Wenn ich schreibend in den Tag starte, bin ich klarer, fokussierter, weniger reaktiv. Ich gestalte, ich führe, ich bringe mich zum Ausdruck.

Und genau das ist Führung: Nicht reagieren. Gestalten.

 Learning 3: Feedback ist Gold wert

Was die Challenge so wertvoll gemacht hat, waren die Feedbackstunden. Tim Gelhausen hat sich Newsletter angeschaut und erklärt, warum dieser Satz funktioniert und jener nicht, welches Wort zu viel ist, welche Überleitung fehlt. Er hat sein Denken sichtbar gemacht.

Und das hat mein Hirn angeregt. Die kleinen Sachen, die großen Unterschiede machen.

Ich durfte ihm über die Schulter schauen, sehen, wie er arbeitet, welches Tool er nutzt, wie er sich organisiert. Und plötzlich war klar, was vorher diffus war.

Wissen allein bringt dich nicht weiter. Du kannst alle Bücher über Newsletter lesen, alle Webinare anschauen, alle Copywriting-Tipps auswendig lernen. Aber zwischen Wissen und Umsetzung klafft eine Lücke und diese Lücke schließt sich nicht durch mehr Input, sondern durch Begleitung. Durch jemanden, der mit dir hinschaut, der dir zeigt, wie es geht, der dich spiegelt.

Genau das ist auch der Kern meiner Arbeit als Mentorin: Nicht belehren. Begleiten. Ich zeige meinen Klientinnen nicht den Weg, ich gehe ihn mit ihnen.

 Learning 4: Mit der Hand schreiben macht etwas mit mir

Ich schreibe oft morgens mit der Hand, einfach so, um den Kopf freizubekommen, um Klarheit zu finden. Aber während der Challenge ist mir bewusst geworden: Es macht einen Unterschied, ob ich mit der Hand schreibe oder am Computer.

Mit der Hand ist langsamer, unkorrigierter, näher dran. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Ausdruck. Und manchmal braucht es genau das: Langsamer werden, hinspüren, nicht sofort korrigieren.

Das gilt auch für Führung. Nicht immer gleich die Lösung haben, nicht sofort reagieren, sondern erst einmal hinspüren: Was ist wirklich gerade los? Was braucht es jetzt?

Klarheit entsteht nicht durch Schnelligkeit. Klarheit entsteht durch Langsamkeit.

 Learning 5: Dranbleiben ist die Superkraft

14 Tage, 13 Newsletter. Klingt nach wenig? Ist es nicht.

Die meisten Menschen scheitern nicht an der Idee, sie scheitern am Dranbleiben. Sie schreiben einen Newsletter, vielleicht zwei, vielleicht fünf und dann passiert etwas. Das Leben kommt dazwischen, die Motivation geht verloren, der Perfektionismus meldet sich. Und plötzlich ist es vorbei.

Dranbleiben ist die Superkraft. Nicht einmal brillant sein, sondern kontinuierlich zeigen: Ich bin hier, ich bringe mich ein, ich gestalte.

Das gilt für Newsletter, für Blogs, für Führung. Und genau das habe ich in der Challenge gelernt: Übung macht den Meister – nicht, weil du perfekt wirst, sondern weil du dranbleibst.

 Was das alles mit Führung zu tun hat

Du fragst dich jetzt vielleicht: Was hat eine Newsletter-Challenge mit Führung zu tun?

Alles.

Führung beginnt innen, mit Klarheit, mit Routine, mit dem Mut, dich zum Ausdruck zu bringen. Du kannst nicht führen, wenn du selbst nicht klar bist. Du kannst nicht gestalten, wenn du nur reagierst. Du kannst nicht Kultur verändern, wenn du nicht zuerst deine eigene innere Kultur klärst.

Die Challenge hat mir gezeigt: Schreiben ist Führung. Es ist die Praxis, deine Gedanken zu klären, deine Haltung zu zeigen, deine Stimme zu finden.

Und genau das brauchen Führungskräfte heute: Nicht mehr Tools, nicht mehr KPIs, sondern Klarheit, Routine und jemand, der mit ihnen hinschaut.

 Mein Fazit

13 Newsletter in 14 Tagen. Ich habe gelernt: Routine schlägt Motivation. Create before Consume verändert alles. Feedback ist der Hebel zwischen Wissen und Umsetzung. Mit der Hand schreiben bringt mich näher zu mir selbst. Dranbleiben ist die Superkraft.

Und vor allem: Schreiben ist Klarheit, Ausdruck, Führung.

Wenn du als Führungskraft klarer werden willst, wenn du endlich ins Tun kommen willst, wenn du jemanden an deiner Seite brauchst, der mit dir hinschaut, dann lass uns sprechen.Klarheit wartet nicht. Sie entsteht.

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Dr. Andrea Maria Bokler

Über die Autorin

Ich unterstütze Führungskräfte und Entscheider dabei, wertebasiert in die Zukunft zu denken und in ihrem eigenen Leben und Unternehmen stärker wirksam zu werden.

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