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Juni 16, 2016
Herzblut oder innere Kündigung? Der Weg zu mehr Engagement führt über Personal Alignment

Eine Studie schafft es regelmäßig, die Pulsfrequenz von Arbeitgebern und Personalern hochzutreiben. Der Gallup Engagement Index, alljährlich im Frühjahr veröffentlicht und ausgiebig in Medien und Vorträgen zitiert. Nur eine Minderheit der Arbeitnehmer, aktuell 16 Prozent, sind demnach „mit Herz, Hand und Verstand bei der Arbeit“, die große Mehrheit macht Dienst nach Vorschrift oder hat innerlich gekündigt. So entstehen der Wirtschaft durch geringere Produktivität hohe Kosten (Pressemeldung zum Gallup Engagement Index 2015, vorgestellt am 16. März 2016 in Berlin).

Dabei haben die befragten Mitarbeiter insgesamt eine positive Arbeitseinstellung und bekunden hohe Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen. Doch das scheint ihr Engagement nicht zu beflügeln. Auch wenn die Studie es so nicht thematisiert: Hier tritt zutage, was passiert, wenn Mitarbeiter ihre Werte in ihrer Arbeit nicht wiederfinden bzw. nicht leben können.

 

Werte sind wesentlich

Jeder Mensch definiert sich über bestimmte Werte – Dinge, die ihm besonders wichtig sind. Wem es gelingt, seine Worte, Taten und Verhaltensweisen mit seinen Werten und Überzeugungen in Einklang zu bringen, ist in Harmonie, im Fachbegriff: er hat ein hohes „Personal Alignment“. Und wer die Möglichkeit hat, diese Werte auch in seine Arbeit einzubringen, identifiziert sich stärker mit dem Unternehmen und seinen Aufgaben, ist motivierter und engagierter als andere.

Doch am Arbeitsplatz ist dies nicht immer möglich. Mancher muss hier eine Rolle spielen, die ihm nicht auf den Leib passt, muss Dinge tun, hinter denen er nicht voller Überzeugung steht, oder Erwartungen erfüllen, die in seiner eigenen Werte-Welt keine hohe Bedeutung haben. Das schmälert die Identifikation mit dem Unternehmen und dämpft Motivation und Engagement.

Noch schwieriger wird es, wenn Führungskräfte erkennbar anders denken als handeln. Wenn sie nicht hinter ihrem Team, ihren Projekten oder den Werten des Unternehmens stehen. Denn ihr Verhalten strahlt aus und prägt die Wertewelt, in der sich die Mitarbeiter bewegen können. „Walk the talk“ müsste hier die Devise sein. Fehlt eine solche Führungskultur, sinkt das Engagement der Mitarbeiter noch weiter.

Die Studienautoren von Gallup sehen einen wichtigen Hebel für mehr Engagement in der Kommunikation. Deshalb richten sie ihren Fokus auf das Instrument Mitarbeitergespräch und raten zu einem kontinuierlichen Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Doch auch ein Mitarbeitergespräch wird nur dann wirklich konstruktiv sein, wenn beide Seiten verstehen, von welchen Werten sie jeweils angetrieben werden.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Werten der Mitarbeiter und Führungskräfte sowie mit der Unternehmenskultur ist daher der beste Weg, das Engagement und „Personal Alignment“ zu steigern, „Dienst nach Vorschrift“ zu reduzieren und „innere Kündigungen“ zu verhindern.

 

Was ist Ihnen wichtig?

Wissen Sie, was Sie antreibt, worauf Sie Wert legen? Hier geht’s zum kostenlosen „Personal Values Assessment“. Die Ergebnisse können Ihnen auch Hinweise geben, inwieweit Sie mit Ihrer aktuellen Arbeitsumgebung im Einklang sind.

Richard Barrett erklärt in seinem aktuellen Buch „Alles, was ich über Werte gelernt habe“, wie wichtig es ist, Mitarbeiter dabei zu unterstützen, ihre eigenen Werte zu leben. In meinem Blog gebe ich einen kurzen Einblick in seine spannenden Erkenntnisse zum Zusammenhang von Werten und Unternehmenserfolg.

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Dr. Andrea Maria Bokler

Über die Autorin

Ich unterstütze Führungskräfte und Entscheider dabei, wertebasiert in die Zukunft zu denken und in ihrem eigenen Leben und Unternehmen stärker wirksam zu werden.

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