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März 17, 2021
Meer

Manchmal sind wir so sehr in unserem Alltag gefangen, dass wir vergessen, einen Schritt zurückzutreten und das große Ganze zu sehen. Wenn wir uns auf unsere eigenen Probleme konzentrieren, kann es schwierig sein, zu erkennen, wie sie in das große Ganze passen. Deshalb finde ich es wichtig, dass wir uns hin und wieder einen Moment Zeit nehmen, um uns umzusehen und die Welt, in der wir leben, zu schätzen. Wenn wir das tun, erkennen wir, wie viel Glück wir haben. Wir leben auf einem wunderschönen Planeten, mit einer unendlichen Vielfalt an Dingen, die wir sehen und tun können. Es gibt so viel zu entdecken und wir haben das ganze Universum zur Hand. Ich denke weit! Richtig weit. Denn ich liebe die Weite. Weit schauen, das heißt auch nach rechts und links zu schauen. Nur so siehst du das große Ganze.

 

  Ich möchte den Gesamtblick

Dafür bringe ich einige Sachen von Haus aus mit: Nach dem Myers-Briggs Typindikator bin ich ein ENFP. In dieser Typologie bedeutet das: Extrovertierte Intuition mit introvertiertem Fühlen. DAS “N” kommt von der INtuition und bedeutet, dass ich mit einem “sechsten” Sinn die Dinge kombiniere. Ich erfasse Gesamtzusammenhänge und mag allgemein Konzepte. Mir macht es Freude, vertraute Wege zu verlassen und Dinge neu zu denken. Meine Intuition und meine Vorstellungskraft bieten mir dabei eine sichere Basis. Dazu passt, dass ich mir gerne Prozesse auf der Metaebene anschaue. Ob in meiner Rolle als ausgebildete Supervisorin oder als Aufstellerin. Ich schaue mir gerne das Große und Ganze an und glaube, dass alles mit allem verbunden ist. Das zeigt sich auch in meiner Fächerkombination. Ich habe in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften promoviert, vorher Betriebswirtschaftslehre und Soziologie studiert, um eine Vielfalt an Themen zu durchdringen und einen Gesamtüberblick zu erhalten.

 

  Ich verbinde meine Kreativität mit meinem Verständnis für Werte

Meine Stärken sind meine Kreativität, meine Begeisterungsfähigkeit und meine Spontanität. Die Notwendigkeit für Veränderungen sehe ich leicht und ebenso die Vorstellung, wie eben diese gelingen kann. Ich zeige Wertschätzung und setzte mich dafür ein, dass Ideen anderer anerkannt werden. Ich habe Lust, meine Kreativität mit meinem Verständnis für Werte zu kombinieren und sehe dadurch viel mehr Entwicklungsmöglichkeiten für andere. Das Initiieren von Prozessen liegt mir. Dazu gehört auch, zu schauen, auf welchem Boden diese gut gedeihen können.

 

  In das große Ganze vertrauen

In all den Jahren habe ich gelernt, loszulassen und auf die Selbstverantwortung und damit auf die Selbstwirksamkeit zu vertrauen. Es wird gut gelingen und dann auch nachhaltig sein. Alles ist mit allem verbunden – als Systemikerin ist mir das klar und deutlich. Manchmal sind die Verknüpfungen und Muster nur für uns noch nicht erkennbar. Ich vertraue dann, dass es einen Sinn ergibt. Der Weg schiebt sich unter die Füße – wir erkennen oft gar nicht, wie groß das ist, wovon wir ein Teil sind oder dass unser aktueller Beitrag auf was viel Größeres einzahlt. Wir sind auf dem Weg und denken, wir arbeiten aktuell auf ein Ziel hin. Hier habe ich die Gabe, Großes für andere zu sehen – denn das große Ganze ist meine Welt. 

 

Eine meiner Lieblingsfragen ist, wie ich in einem Jahr auf diese Thematik schaue, mit einem anderen Wissen und einer anderen Erkenntnis. Wenn das nicht reicht, dann hilft, die Frage größer zu formulieren. Wie werde ich am Ende meines Lebens die Situation heute beurteilen und welche Relevanz hat diese? In all diesen Prozessen bin ich Wegbereiterin, damit die Kunden oder Unternehmen sich darauf einlassen können und in die Verantwortung gehen. 

 

Was mir eher schwerfällt, ist, mich auf Detailarbeiten zu konzentrieren. Da habe ich gute Leute um mich herum, die da exzellent sind. Tägliche Routine in der Form, dass man etwas machen muss, ist so gar nicht mein Ding, dafür bin ich viel zu freiheitsliebend. Wenn jedoch eine tägliche Routine meins geworden ist, dann wird das für andere sicherlich leicht sein.

 

  Das Dreieck, in dem ich mich bewege: People Planet Profit

Die Triple Bottom Line ist ein Rahmenwerk für Unternehmen, das neben dem finanziellen Gewinn auch die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Geschäfts berücksichtigt. Für mich ist dieser Rahmen wichtig, um sicherzustellen, dass mein Unternehmen nachhaltig und für alle Beteiligten vorteilhaft ist. Ich stelle sicher, dass ich immer hinterfrage, was ich in Bezug auf die Menschen, den Planeten und den Gewinn tue. So kann ich sicherstellen, dass mein Unternehmen in allen drei Bereichen einen positiven Einfluss hat. Außerdem kann ich so feststellen, in welchen Bereichen mein Unternehmen verbessert werden kann. Die Triple Bottom Line ist ein wirkungsvolles Instrument, um ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Unternehmen zu schaffen. Was bedeutet es, einen Beitrag in dieser Welt zu leisten.

 

  Wir entwickeln uns in Stufen und agieren von den Ebenen

“We develop in stages, we act from levels and we live in a world view”, so Richard Barrett.

Das heißt, wir entwickeln uns in Stufen, vom Baby zum Erwachsenen und hoffentlich zum weisen älteren Menschen. Wir agieren von bestimmten Ebenen, je nachdem, wo der Fokus unserer Werte ist. Die Persönlichkeitsentwicklung erfolgt in Stufen und hat viel damit zu tun, ob ich mein „Persönliche Meisterschaft“ gestalte, ob ich mich meinen Ängsten stelle. Jedoch in meinem Wertebewusstsein habe ich einen Fokus. Mir geht es vielleicht um Transformation, darum, mich weiterzuentwickeln. Oder um die Übereinstimmung, mich authentisch zum Ausdruck zu bringen oder um Kooperation, um das Gemeinsame zu fördern.

 

 

  Unser Umfeld prägt unsere Weltsicht

Und wie wir auf die Welt schauen, hat mit unserem Blick auf die Welt zu tun. Dieser ist anders, ob ich in Deutschland aufgewachsen bin oder in Tansania. Dieser ist anders, ob ich in einem Großunternehmen sozialisiert worden bin oder bei einem kleinen Mittelständler. Jener Blick ist anders, ob mein Arbeitsfokus die Automobilindustrie oder die Gesundheitsversorgung ist. Was mich ausmacht, ist, dass ich in diese Weltsicht einen methodischen Background der Global Wellbeing Indicators einbeziehe. Was hier gilt, ist für mich immer das Verstehen oder das Erkennen des Großen und Ganzen.

 

Das große Ganze. Mich darin zu bewegen und weit zu schauen, ist eine super Grundlage, um dann mit Klarheit und einer fokussierten Innerlichkeit meine Ableitungen zu treffen. Ich als Teil der Welt, als Teil des großen Ganzen, kann und will einen Unterschied machen und etwas beitragen.

Dr. Andrea Maria Bokler

Über die Autorin

Ich unterstütze Führungskräfte und Entscheider dabei, wertebasiert in die Zukunft zu denken und in ihrem eigenen Leben und Unternehmen stärker wirksam zu werden.

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