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September 17, 2021
Wanderschuhe

Mein Motiv fürs Wandern

Wandern – mein Lieblingshobby! Doch war das schon immer so? Ich bin schon immer gerne rausgegangen, spazieren mit dem Hund und einfach im Wald gewesen. Wandern nenne ich es erst, seitdem ich mit Wandergruppen wander, die es auch Wandern nennen. 

So lange ich denken kann, mag ich die Bewegung. Ich mag es, selbst in Bewegung zu sein und bewege gerne andere. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass dies einer meiner Big Five ist.  

Das Wandern hat viele Vorteile

Es gibt viele schöne Sachen daran, in der Natur sein. Es ist ein Hobby, was man einfach durch Losgehen ausüben kann – viel braucht man nicht dafür. Feste Schuhe und eine Flasche Wasser und mit dem ersten Schritt beginnt auch schon der Weg. Ob im Wald oder durch Felder. So oder so verbringe ich dadurch viele Stunden draußen. 

Andrea Maria Bokler beim Wandern am Rothaarsteig
Ich beim Wandern im Sauerland

Kenne die Heimat wie die eigenen Westentasche

Durch das Wandern erkunde ich meine nächste Umgebung, nehme anders wahr, weil ich zu Fuß unterwegs bin. Ich erlebe die Jahreszeiten intensiver und schau mir auch die Gegend genauer an. Mir gefällt es, im Wald zu sein und ich habe einige Regionen neu entdeckt, beispielsweise mag ich sehr das Rheingau und ebenso auch den Odenwald. 

Weiterbildung zu Fuß

Totholz
Totholz ganz lebendig! 🪵

Beim Wandern lernt man unglaublich viel. Ob es unterwegs zur Geschichte oder zur Architektur ist. Ab und an hat ein Mitwanderer ein großes Wissen zu Pflanzen oder anderem und schon hat man wieder was gelernt. Mein Partner und ich sind Wanderführer und wir haben in unserer Ausbildung vieles von A-Z oder besser von A bis W (A wie Architektur bis W wie Wetterkunde) gelernt. Wir erklären uns oft gegenseitig Sachen oder weisen uns auf Besonderheiten hin. Unsere Favoriten sind die Eibe und das Totholz.

 

Wisent-Wildnis am Rothaarsteig
Wisent mit Kalb (Wisent-Wildnis am Rothaarsteig)

Zusammen ist man weniger allein

Ich mag das Wandern in Gruppen, man kann ein Stück des Weges miteinander gehen, es sind kurze oder auch lange Gespräche möglich und dennoch kann ich auch meinen Gedanken nachhängen und innerhalb einer Wandergruppe für mich laufen. In den Wandergruppen lerne ich ganz unterschiedliche Menschen kennen, beispielsweise hier bei den https://www.xing.com/communities/groups/netwalking-rhein-strich-main-1026749.

 

Rothaarsteig-Bank-Schaukel
Impressionen des letzten Wanderwochenendes am Rothaarsteig

In Wandergruppen trifft man auch Menschen unterschiedlichsten Alters mit unterschiedlichen Professionen. Bei den Xing Wandergruppen gibt es immer eine kurze Vorstellungsrunde und daraus ergeben sich oft wunderbare Dialoge. Beispielsweise hat ein Wanderfreund sich damit vorgestellt, dass er im Dienstleistungsbereich tätig sei und zwei andere fingen sofort das Lachen an. Als Sendung mit der Maus Freundin wollte ich doch wissen, was er genau macht und es stellte sich heraus, er sei Bestatter. Da hatte ich noch viel mehr Fragen.

Fun Facts zum Wandern

Die Verpflegung beim Wandern ist teilweise speziell und auch gruppenspezifisch. Beispielsweise liebe ich den Ingwer/Kurkuma Shot einer Wanderfreundin – der absolute Beschleuniger für unterwegs. 

Ein Klassiker beim Wandern sind hartgekochte Eier. Es ist wahrscheinlich sehr gesund und die lassen sich besser unterwegs transportieren als andere Dinge. Ich persönlich mag es gar nicht und kann den Geruch auch nur im Freien ertragen. 

Dann sind mir gendertypische Präferenzen beim Wandern aufgefallen. Männer sägen gerne. Sägen sind ganz nützliche Geschenke für Wandersmänner. Ich habe noch keine Frau gesehen, die beim Wandern mal was durchsägt.

Erholung – Zeit im Wald tut dem Körper gut

Nicht nur durch die neue Welle des Waldbadens wissen wir, dass das Wandern unserem Körper gut tut. Verantwortlich dafür sind die Terpene. Das sind Wirkstoffe, die Pflanzen zur Regulierung des Wachstums und zu ihrem Schutz produzieren. Diese Stoffe sind antibakteriell und wir nehmen sie wohl durch die Nase auf. 

Die Wirkung macht hier den Unterschied: Die Terpene haben eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden. Im letzten Jahr habe ich eine Ausbildung im Waldbaden gemacht und bin tiefer mit der Natur in Verbindung gegangen.

Insgesamt gilt es, das eigene Tempo zu finden, sich mit dem Atem zu verbinden, Schritt zu halten, die Gedanken kommen und gehen zu lassen, sich zu leeren und zu gesunden im Wald. Fürs Waldbaden braucht es nicht viel: Zeit und Muse, Handy aus und einfach da und im Moment sein.

Wandern und Waldbaden ist nicht das gleiche, doch auch beim Wandern bekomme ich was vom Positiven des Waldes ab. 

Bewegung für den Körper und den Geist

Das Gehen oder das Wandern passen sehr gut zu einem meiner Lieblingssätze frei nach Martin Walser “Der Weg schiebt sich unter die Füße”, denn beim Gehen schiebt sich förmlich der Weg unter die Füße. Also ist es nicht verwunderlich, dass mir das Gehen, das Spazierengehen und das Wandern sehr gefallen.

In meiner Ausbildung zur Wanderführerin gab es eine Kollegin, die sich selbst als Wanderschnecke bezeichnete und mit dieser Idee eine Wandergruppe “Die Wanderschnecken” initiiert: Wanderungen von 3-5 km und mit langsamen Tempo. Vielleicht hat sie damit einen größeren Impact als die Super-Sportler und viele ihrer Teilnehmer*innen sind Menschen, die sich nie bewegt haben und jetzt den Mut haben, dort mitzulaufen. Runter von der Couch und als Schnecke unterwegs. 

Was sind Herausforderungen für Wanderer oder den Wanderführer:in

Uns als Wanderpaar macht es viel Spaß, interessante Touren zu führen, eine spannende Wegführung zu bieten, kombiniert mit Kulinarik und einem Gemeinschaftserlebnis. Interessante Touren auszuarbeiten, dafür sind wir bekannt.

Für mich persönlich war es ein wichtiger Entwicklungsschritt, ganz allein im Wald zu sein und mich nicht einsam zu fühlen. 

Was bringt das Wandern beruflich oder für Change Prozesse

Recht viel – beruflich nehme ich viel mit, da ich im Wald und beim Wandern meine Gedanken kläre. Meinerseits ist das auch ein Angebot für meine Kunden, denn beim Gehen spricht es sich leichter, durch die körperliche Bewegung kommt einiges, auch der Geist, in Bewegung und der Weg schiebt sich einfach unter die Füße. 

Die Analogie zum Change Prozess ist da, ich gehe in einem sich verändernden Umfeld, nichts ist fix und vieles kann ich nicht beeinflussen (bsp. das Wetter). Ich habe eine klare Roadmap (Karte oder Koomot https://www.komoot.de/discover) und sehe doch immer nur den nächsten Schritt. Als Führungskraft kann und soll ich navigieren, wissen wo Norden ist und wo es lang geht. Für mich selbst sollte ich mein eigenes finden, ob es die Landschaft ist, der Weg oder meine Tempo. 

Du möchtest deinen Change Prozess vorantreiben und erfahren, wo du mit deiner Unternehmenskultur stehst? Ich biete dir den GoldWERT Impuls an – eine Beratungsstunde, in der dir deine Next Steps in den Bereichen Corporate Culture, Change und Leadership bewusst werden. Gerne online oder auch offline im Wald! Hier findest du mehr Infos und gelangst zur Anmeldung.

Andrea Bokler

Über die Autorin

Ich unterstütze Führungskräfte und Entscheider dabei, wertebasiert in die Zukunft zu denken und in ihrem eigenen Leben und Unternehmen stärker wirksam zu werden.

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