Der März ist für mich ein besonderer Monat – nicht nur, weil ich Geburtstag habe, sondern auch, weil er den Frühling einläutet: eine Zeit des Neubeginns, frischer Energie und Aufbruchsstimmung. So dachte ich zumindest. Doch das Leben hatte andere Pläne.Gleich zu Monatsbeginn wurde ich ausgebremst – eine Erkältung nahm mir die Stimme und schenkte mir stattdessen ungewohnte Stille.
Fast eine Woche lang konnte ich nicht sprechen. Eine Herausforderung, ja, aber auch eine wertvolle Erfahrung. Denn in der Ruhe liegt oft die tiefste Erkenntnis. Während draußen die Welt laut blieb, fand ich in der erzwungenen Pause Klarheit und Reflexion.Diese innere Einkehr war auch dringend nötig. Die aktuellen globalen Entwicklungen fordern mich heraus – Zuversicht und Inspiration zu bewahren, ist nicht immer leicht. Doch meine Werte sind mein Kompass, und mein Motto bleibt: mutig voran.
Der März hielt zudem viele spannende Projekte bereit: Ich führte 360°-Leadership-Feedbacks durch – und stellte mich selbst einem solchen Feedback-Prozess. Ich tauchte tief in das Thema “KI und Führung” ein, produzierte ein Video dazu und lernte dabei enorm viel.
Ein besonderes Highlight war die Lesung von Angela Merkel, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Und auf meiner To-Want-Liste konnte ich einiges abhaken – darunter eine inspirierende Wanderung zur Heiligen Hildegard im Rheingau.Der März war nicht nur ein Monat der Reflexion, sondern auch ein Monat des Lernens, der Erkenntnisse und der kleinen, aber bedeutsamen Fortschritte.
Die Kraft der Werte – Eine Reise zur eigenen Orientierung
Anfang des Monats habe ich einen Werte-Workshop gegeben, und das erhaltene Feedback hat mein Herz erfreut. Besonders inspirierend fand eine Teilnehmerin die Erkenntnisse darüber, wie ihre persönlichen Werte ihr Leben prägen und ihr helfen können, es bewusst und erfüllend zu gestalten.
Ich kann jedem empfehlen, sich auf die Reise zu den eigenen Werten zu begeben. Sie geben uns Orientierung und Stärke – gerade in Zeiten des Wandels. Maja Göpel bringt es in ihrem neuen Buch treffend auf den Punkt:
“Wenn aber Veränderungen so viel Mut verlangen – wo sollen wir den hernehmen? Ich denke, dass wir ihn in den Werten finden, mit denen wir leben oder leben wollen.”
Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang ist der Beitrag von Marita Eckmann „Meine wichtigsten Werte“, in dem sie ihren eigenen Reflexionsprozess nach dem Workshop beschreibt.
3 Tipps wie du Feedback und Reflexion in deinem Unternehmen stärkst
Du kannst mit Feedback und Reflexion dein Unternehmen, sprich die Menschen in deinem Unternehmen stärken.
- Etabliere eine Feedback-Kultur.Baue Feedback als festen Bestandteil in Deinen Alltag und den deines Teams ein. Das können regelmäßige Feedback-Runden in Meetings sein oder auch spontane Rückmeldungen. Wichtig ist, dass Feedback wertschätzend und ehrlich ist.
- Fördere Selbstreflexion.Ermutige dein Team, sich mit der eigenen Wahrnehmung auseinanderzusetzen. Hilfreich können Tools wie Journaling oder gezielte Reflexionsfragen sein.
- Nutze systematische Feedback-Prozesse.Ein 360°-Feedback ist ein großartiges Werkzeug, um ein vollständiges Bild von dir als Führungskraft zu bekommen. Es zeigt dir, wie du von anderen wahrgenommen wirst, und gibt dir Ansatzpunkte für deine Weiterentwicklung.
Meine Lektüre im März
In den letzten Monaten habe ich Fränzi Kühnes Buch “Was Männer nie gefragt werden. Ich frage trotzdem mal.”* gelesen – eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Lektüre.
Worum geht’s? Frauen in Interviews – immer wieder dieselben Fragen: Karriere, Familie, Vorbildrolle. Fränzi Kühne kennt das nur zu gut. Statt sich zu ärgern, dreht sie den Spieß um und stellt Männern genau diese Fragen. Das Ergebnis? Überraschend und augenöffnend!

Für mich war die Lektüre dieses Buches eine spannende Reise. Die Fragen, die mir selbst so vertraut sind, wirken befremdlich, sobald sie an Männer gerichtet werden. Ich bin Teil eines Systems, in dem solche Ungleichheiten nach wie vor existieren. Und genau das macht dieses Buch so besonders: Ich bin selten sprachlos – doch hier war ich es. Nicht etwa vor Empörung, sondern vor der schieren Ahnungslosigkeit vieler Männer. Kein einziger konnte anerkennen, dass ihr Geschlecht ihnen Vorteile verschafft. Mir fehlen die Worte. Seit meiner Ausbildung habe ich erlebt, wie männliche Kollegen bevorzugt wurden – trotz meiner besseren Noten, zahlreichen Praktika, besserer Qualifikation. Einfach, weil sie Männer sind.
Bis zu diesem Buch war mir nicht bewusst, wie wenig Männer darüber reflektieren. Deshalb wünsche ich all diesen Männern Töchter – nicht aus Trotz, sondern in der Hoffnung, dass sie durch ihre Töchter ihren Blick weiten und ein neues Bewusstsein für die Realität schaffen, in der wir leben.
Neues aus dem CultureClub: Werte lebendig machen
Beim CultureClub Live drehte sich alles darum, wie Unternehmen Werte in den Alltag integrieren und ihre Kultur – insbesondere Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit – nachhaltig verbessern können. Wir beleuchteten Methoden wie die Barrett-Methode zur Analyse der Unternehmenskultur und diskutierten, wie man Widerstände überwindet und Werte authentisch verankert.Werde Teil des CultureClub und gestalte mit uns eine wertebasierte Unternehmenskultur!
Weitere Höhepunkte im März 2025
An meinem Geburtstagsabend hatte sich Angela Merkel persönlich angekündigt – die Lesung, von der ich bereits gehört hatte, dass sie ein Erlebnis sei. Da ich keine Vorverkaufskarte ergattern konnte, setzte ich auf die Abendkasse. Nach 90 Minuten in der Warteschlange wurde mir, beinahe zufällig, von einer Dame eine Karte verkauft – während fast alle 40 Personen vor und hinter mir leer ausgingen.

Die Lesung, in der sie nicht moderiert, sondern einfach aus ihrem Buch Freiheit* an einem “Schreibtisch”vorlies, war ein echtes Erlebnis. Ihr facettenreicher Blick auf das Freiheitskonzept, bereichert durch vielfältige Perspektiven, eröffnete mir neue Einsichten. Insbesondere ihre Schilderungen der Ostzeit zeigten mir, wie viel mir vom alltäglichen Leben im Osten bislang entgangen war.
Nach der Lesung gelang es mir, ein signiertes Exemplar zu ergattern – und ich verließ das Schauspielhaus ganz beseelt. Bislang hatte ich auf Frau Merkels Empfehlung hin nur den Prolog und Epilog gelesen (“da sind sie schneller fertig”), und nun freue ich mich darauf, noch tiefer in die Inhalte ihres Buches einzutauchen.
Mit dem Ende des Quartals blicke ich auf zahlreiche erfüllende Erlebnisse zurück – meine To-Want-Liste für das 1. Quartal konnte ich in vielerlei Hinsicht erfolgreich abhaken, und das erste Quartal hat mich reich beschenkt.
Der Video-/Blogrückblick
Im März erschien ein neues Video zur Frage „Kann eine Maschine führen?“, während ich die Herausforderungen meiner YouTube Challenge meisterte. Zudem veröffentlichte ich drei Blogbeiträge: den Monatsrückblick Februar, einen Vergleich zwischen 360° Leadership Feedback und Mitarbeiterbefragung sowie einen persönlichen Beitrag über mein eigenes 360° Feedback.
Unternehmenskultur gestalten: Der ultimative Guide für eine erfolgreiche Organisationskultur
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Business Monatsrückblick Februar 2025: Ein Monat voller Impulse
Was ist der Unterschied zwischen einem 360 Grad Feedback und einer Mitarbeiterbefragung?
Wie du mit mir zusammenarbeiten kannst
Möchtest du dein Unternehmen zukunftsfähig machen? Mein 1:1 Mentoring transformiert deinen Change-Prozess innerhalb von 6 Monaten von zäh zu dynamisch. Als Expertin für wertebasierte Führung helfe ich dir, Widerstände zu erkennen, überzeugende Kommunikationsstrategien zu entwickeln und deine Mitarbeiter:innen auf dem Weg mitzunehmen. Auch bei anfänglicher Skepsis gegenüber Neuem schaffen wir das Fundament für nachhaltigen Wandel.
Darauf freue ich mich im April 2025
Im April steht mein Kalender voller spannender Ereignisse: Zwei Hamburg-Reisen – zum Werteforum und für ein verlängertes Wochenende – sowie das The Content Society TCS Live Treffen in Stuttgart. Meine Kreativität findet ihren Ausdruck in einem Artikel für ein bekanntes Magazin und dem Niederschreiben meiner Vision. Zum Thema „KI und Leadership“ produziere ich mehrere Videos, während ein Coaching zum 360° Leadership Feedback meine persönliche Entwicklung vorantreibt. Besonders freue ich mich auf die Begegnungen mit Kunden und die Arbeit an unseren gemeinsamen Projekten.



Ich glaube gerne, dass der Abend mit Angela Merkel faszinierend war. Genauso spannend finde ich den Ansatz, Männern mal die gleichen Interviewfragen zu stellen. Wenn mein Stapel mit den noch zu lesenden Büchern nur nicht so hoch wäre 😉
Alles Gute für deine Pläne im April!
Vielen Dank Angela, lege dir doch eine Liste an, Bücher die lesen könnte.
Herzliche Grüße
Andrea Maria