Einer meiner persönlichen Werte ist, einen Unterschied zu machen bzw. einen Beitrag zu leisten. Ich frage mich also oft, was das genau bedeutet. Wie leisten Unternehmen, wie leiste ich einen Beitrag in dieser Welt? Wie werde ich wirksam? Die Global Sustainable Development Goals (SDG) bieten globale Ziele, auf die wir als Teil der Menschheit hinarbeiten, um unseren Planeten nachhaltiger zu machen. Doch wo fange ich da an? Am besten bei mir selbst und bei meiner Organisation. Es geht um gemeinsame Werte und darum, gemeinsam WERT zu schaffen.
17 Sustainable Goals
Die Global Goals (Sustainable Development Goals (Kurzform: SDGs)) sind die Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung, auf die sich die Länder weltweit verständigt haben. Damit werden Ziele gesetzt, um die Welt auf einen nachhaltigen Kurs zu bringen. Die Global Goals richten sich dabei sowohl an Regierungen weltweit, wie auch an die Zivil-/ Privatgesellschaft und die Wissenschaft.

Die SDGs sind: (1) Keine Armut, (2) kein Hunger, (3) Gesundheit und Wohlergehen, (4) hochwertige Bildung, (5) Geschlechter-Gleichheit, (6) sauberes Wasser und Sanitär-Einrichtungen, (7) bezahlbare und saubere Energie, (8) menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, (9) Industrie, Innovation und Infrastruktur, (10) weniger Ungleichheiten, (11) nachhaltige Städte und Gemeinden, (12) nachhaltige/r Konsum und Produktion, (13) Maßnahmen zum Klimaschutz, (14) Leben unter Wasser und (15) Leben an Land schützen, (16) Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen sowie (17) Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.
Was es jetzt braucht, sind Unternehmen, die hier vorangehen, einen Beitrag leisten und damit einen Unterschied machen.
Warum SDGs für Unternehmen wichtig sind
Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) liefern Unternehmen einen klaren Handlungsrahmen, um bis 2030 aktiv zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Die 17 Ziele und 169 Unterziele der Agenda 2030 bieten eine wertvolle Orientierung, wie sich Innovation und Nachhaltigkeit in unternehmerische Strategien integrieren lassen. Dadurch können Unternehmen nicht nur Armut bekämpfen und Wohlstand fördern, sondern auch nachhaltige Städte schaffen und ihre Lieferketten optimieren.
Die SDGs sind auch in der Privatwirtschaft relevant, da sie als Kompass für globale Herausforderungen dienen. Initiativen wie der Global Compact oder Standards wie die Global Reporting Initiative helfen Unternehmen dabei, ihre Fortschritte messbar zu machen und transparent zu kommunizieren. Das stärkt das Vertrauen von Gesellschaft und Marktteilnehmern und unterstützt nachhaltige Entwicklung – sowohl in Schwellenländern als auch in Industrienationen.
Chancen ergreifen, Risiken minimieren – Die Rolle der Wirtschaft
Warum sollten Unternehmen aktiv werden? Ganz einfach: Die SDGs ermöglichen es, Chancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren. Durch Innovationen, optimierte Lieferketten und ressourcenschonende Prozesse können nicht nur betriebliche Effizienzen gesteigert, sondern auch ein klarer Wettbewerbsvorteil geschaffen werden. Gleichzeitig stärkt die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit das Vertrauen von Partnern, Kunden und der Zivilgesellschaft.
Leitfäden wie der Global Compact oder die Global Reporting Initiative helfen dabei, Fortschritte transparent zu machen – Verantwortung wird so sichtbar, während Partnerschaften gestärkt werden. Egal ob kleine Unternehmen oder Großkonzern, Ihre Entscheidungen heute prägen den Wohlstand von morgen. Die SDGs können ein Kompass sein und bei der aktiven Gestaltung einer nachhaltigen Welt helfen.
Der SDG Kompass
Der SDG Kompass hilft Unternehmen dabei, sich auf zukünftige Geschäftschancen, auf veränderte Märkte und neue Anforderungen vorzubereiten. So wie ich individuell die für mich bedeutendsten Sustainable Development Goals (SDGs) auswählen kann, kann auch ein Unternehmen gezielt seine Schwerpunkte setzen. Mit diesem Fokus gilt es, klare Ziele zu definieren und sie in den Prozess zu integrieren. Dabei ist es wichtig zu messen, wo man steht und das dann auch zu kommunizieren, denn “Klappern gehört zum Handwerk”.
Ein ebenso guter Impuls ist die konkrete Umsetzung in der Arbeit des Gemeinwohl-Ökonomie-Verbands, der Unternehmen auch zertifiziert. Die Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell. Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.
Umsetzbarkeit und Operationalisierung – Ein Entwicklungspfad
Unternehmen profitieren doppelt, wenn sie sich an der Agenda 2030 orientieren. Einerseits fördern sie den Wohlstand und die Nachhaltigkeit in Schwellen- und Industrienationen, andererseits bauen sie Vertrauen bei ihren Kund:innen und Partner:innen auf. Besonders relevant ist die Rolle der SDGs in Bereichen wie Wasser- und Abfallmanagement, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch langfristige wirtschaftliche Vorteile schaffen können.
Durch Initiativen wie den Global Compact oder Standards wie die Global Reporting Initiative (GRI) können Unternehmen ihre Fortschritte nachvollziehbar kommunizieren. Dies stärkt nicht nur die Beziehungen zu Interessengruppen, sondern setzt zugleich ein wirkungsvolles Zeichen für nachhaltige Entwicklung.
Die SDGs laden dazu ein, eine aktive Rolle zu übernehmen – nicht nur für einen globalen Wandel, sondern auch für den Erfolg Ihres Unternehmens.
Das Dreieck, in dem ich mich bewege: People Planet Profit. Integration von Nachhaltigkeitsstrategien
Integration von Nachhaltigkeitsstrategien: Für mich bewegen wir uns in einem Dreieck: People – Planet – Profit, auch “triple bottom line” genannt. So gilt es zu hinterfragen, was ich in diesem Dreieck tue. Meine Ziele auszutarieren hinsichtlich sozialen, ökologischen und ökonomischen Gegebenheiten. Ich will meinen Blick weiten und meinen Kund*innen dabei helfen, auch ihren Blick zu weiten. Die Frage, die ich stelle: Was bedeutet es, einen Beitrag in dieser Welt zu leisten? Die Welt kann auch ganz nah und meine Region sein. Wir alle sind Teil vom großen Ganzen. Es heißt also, einen Beitrag zu leisten, der größer ist als ich selbst. In diesem Zusammenhang hilft auch nochmal die Verortung meiner Werte.
Nach innen zu schauen, darum geht es auch bei den Inner Development Goals – die Initiative setzt sich mit inneren Fähigkeiten auseinander, die Menschen und Organisationen helfen, die SDGs zu erreichen.
Bei der Wertemessung kann ich dieses Dreieck und noch mehr abbilden. In einem Zusatzreport von Barrett Analytics gibt es nicht nur 3 Ps, sondern gleich 5 Ps: Dies sind die Kernbotschaften, die die UN den 17 Nachhaltigkeitszielen als handlungsleitende Prinzipien, als Global Goals, vorangestellt hat: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft (englisch: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership – „5 Ps“).

Ein wichtiges Thema, finde ich, dem ich mich stärker widme und meine Kund*innen hierbei unterstütze.
Der Culture Sustainability Report
Das Barrett Values Centre bietet den Culture Sustainability Report. Er ermöglicht einen klaren Blick darauf, wie kulturelle Werte die Ambitionen, die SDGs zu erreichen, unterstützen oder behindern können, und stärkt gezielte Maßnahmen zur Steigerung des Erfolgs.
Vorteile des Culture Sustainability Reports:
- Verknüpfe den Zweck deines Unternehmens mit dem Wert, der in den Bereichen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft geschaffen wird.
- Verdeutliche deinen Stakeholdern, was dein Beitrag zu bestimmten Zielen der nachhaltigen Entwicklung ist.
- Stärke deine Organisationskultur, um deine Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.
Wie beginnen?
Wie du siehst, findest du ganz viele tolle Beispiele, die dabei motivieren und unterstützen, gemeinsam Wert zu schaffen und nachhaltig in die Zukunft zu gehen. Gemeinsam können wir die Sustainable Global Goals erreichen und fangen bei uns selbst an.
Spannende Einblicke und Managementansätze bietet auch das Paper Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen. Schau doch mal rein!
Oder probiere das Free Cultural Wellbeing & Sustainability Self Assessment von Amcara. Tor Eneroth und Phil Clothier von Amcara setzen sich dafür ein, mit Führungskräften und Consultants bewusster zu agieren und gemeinsam eine nachhaltige Zukunft zu schaffen. Das Assessment hilft dir, deine Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten dahingehend zu erkennen.
Wenn ich mir meiner Werte bewusst bin, kann ich mein Leben danach ausrichten. Im gleichen Atemzug kann ich die Verbindung zu den 17 Sustainable Goals herstellen. Ich kann also im Kleinen anfangen und es auf das Große ausweiten. Hier geht es darum, wie Unternehmen dieses Thema leicht integrieren können, abgesehen von allen verpflichtenden Regularien wie Nachhaltigkeitsberichte. Hilfreich sind dabei die Sustainable Goals.
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft bringt es auf den Punkt: „Lasst uns gemeinsam #WERTschaften!“


